Pixelboxx-News
Montag, 31. Januar 2011

"Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert."


Im Interview mit dem DOK.Magazin - Kai Strieder plaudert aus dem Nähkästchen über die Entstehungsgeschichte von Intermedia Fotoficient. Lesen Sie, wie alles begann und wo die Reise noch hingehen soll.

Redaktion: Auf der DMS hat mir Ihre Geschäftsführerkollegin Dagmar Kröplin derart begeistert von Intermedia Fotoficient berichtet, dass ich erst einmal skeptisch war. Ganz einfach gefragt: Was ist das denn?

Kai Strieder: Wir haben versucht, bereits im Produktnamen die wichtigsten Merkmale zu verankern. Es geht darum, Bilder effizient ins Web zu bringen, unabhängig von der Größe der Darstellung, der Dekoration oder der Art des Ausgabemediums. Das ist etwas, was viele Web-Agenturen, Designer, Betreiber von großen Corporate Websites und nicht zuletzt Software-Herstellern seit langem beschäftigt. Ein einzelnes Bild ins Web zu bringen, ist kein Problem – was ist jedoch mit Galerien, die tausende von Objekten umfassen? Intermedia Fotoficient rechnet jedes Objekt zur Laufzeit in jede frei skalierbare Größe um, in Echtzeit.

Redaktion: Hört sich äußerst nützlich an – warum gab es so etwas noch nicht?

Kai Strieder: Das ist nun einmal so. Auch im Open-Source-Bereich gab es nichts, was vergleichbar gewesen wäre. Das Entwicklungsmodell für Open Source orientiert sich eher an einem Basar, also daran, viele verschiede Funktionen einzusammeln, weniger an einer stringenten Gestaltung und Entwicklung eines Produkts. Bei uns gab es diesen roten Faden von Anfang an, das zieht sich von der Entwicklung des API bis hin zu den Anwendungserläuterungen durch. Allein die Installation besteht darin, dass man einfach ein ZIP-Archiv entpackt. Das war's, dann läuft Intermedia Fotoficient als vollständiger Webserver.

Redaktion: Das riecht nach OEM-Vertrieb ...

Kai Strieder: Ganz recht. Als Webdesigner- oder Agentur sowie als technischer Dienstleister kann ich das in die eigenen Produkte verbauen. Die technische Umgebung spielt für diese Integration keine Rolle, wir wollten von Anfang an „technologisch barrierefrei“ sein.

Redaktion: Seit wann ist das Produkt auf dem Markt?

Kai Strieder: Das Produkt ist seit Juni auf dem Markt, die ersten Projekte folgten unmittelbar darauf.
Die Rückmeldungen waren durch die Bank derart, dass man den Integrationsaufwand vorher erheblich höher angesetzt hatte. Das behauptet ja eigentlich jeder Hersteller, dass gerade sein Produkt einfach zu integrieren sei und wir wissen alle, dass da nicht selten der Wunsch der Vater des Gedanken ist. Das Blöde ist, jetzt kommen wir und es stimmt wirklich.Wenn wir aus unserer Sicht mal einen halben Tag als Dauer genannt hatten, bekamen wir die Rückmeldung,dass die Integration nach einer Stunde abgeschlossen war. Das freut einen natürlich. „Intermedia Fotoficient stellt sich während der Entwicklung einer mit dem JavaScript Framework Helma erstellten Anwendung mit Datenbanknutzung als äußerst clever programmiertes und stabiles Grafik-Framework heraus, das klaglos alle Aufgaben des Composings, Renderings und jeder Art der Bildmanipulation erledigte.“, so Wolfgang Pirker (Pirker Automatisierung GmbH) auf der IBM Open Day in München.

Redaktion: Eigentlich ideal für den internationalen Vertrieb.

Kai Strieder: Intermedia Fotoficient gibt es nur auf Englisch. Wir führen gerade erste Gespräche mit OEM-Herstellern und gehen so die ersten Schritte Richtung Internationalisierung.

Redaktion: Da müssen Sie aber schnell sein, sonst gibt es dasselbe ruck zuck in Grün in den USA.

Kai Strieder: Stimmt. Wir verlassen uns da auf der einen Seite auf unser bestehendes Partnernetzwerk, auf der anderen Seite suchen wir die Öffentlichkeit in den technologieaffinen Bereichen. Nicht zu vergessen: Wir haben in diesem Bereich einen erheblichen Entwicklungsvorsprung bei der Geschwindigkeit und Darstellung. Da steckt ein Jahrzehnt Entwicklungsarbeit drin, mit Pixelboxx haben wir das gesamte Thema von der Pike auf gelernt.

Redaktion: ECM-,DMS- und vor allem WCM-Hersteller müssten sich über Intermedia Fotoficient freuen ...

Kai Strieder: Web-Content-Management ist dafür sicher ein Kernmarkt, für die ECM-Hersteller ist das eher ein Spezialistenthema. Und wir haben ja immer noch unsere Pixelboxx, quasi der große Bruder von Intermedia Fotoficient.

Redaktion: ...genau, die Digital-Asset-Management-Anbieter nicht zu vergessen...

Kai Strieder: Da sind wir natürlich ebenfalls unterwegs. Da gibt es beispielsweise einen Anwender, der einen Konnektor für ein Produkt eines Wettbewerbers gebaut hat und so soll es auch sein. Die Architektur von Intermedia Fotoficient wurde bewusst offen gestaltet, damit jeder Entwickler in der Lage ist, seinen eigenen Konnektoren zu bauen. Das bewegt sich vom Aufwand her im einstelligen Stundenbereich, das hat die Praxis gezeigt. Die entsprechende Dokumentation gelesen zu haben, ist bereits die halbe Miete. Neulich haben wir mal als Test eine exemplarische Integration in Wordpress gemacht. Integration und Installation von Wordpress haben zusammen eine halbe Stunde gedauert.

Redaktion: Wie sieht denn Ihr Lieblingsszenario für den Erfolg aus?

Kai Strieder: Dass wir das Web bunter „bildiger“ machen. Das meiste ist doch viel zu langweilig.

Redaktion: Das sehen nicht alle so, das Web ist doch bunter geworden ...

Kai Strieder: Ach das Web ist doch nur werbiger geworden. Wie oft werden denn schon die Bilder auf einer Vereinsseite aktualisiert? Facebook macht es vor, wie ein einfacher Umgang mit Bildern aussehen kann. Verständlicherweise wollen viele professionelle Anwender nicht dorthin verlinken und brauchen eine eigene Lösung. Und schließlich steht der mobile Bereich erst am Anfang der Entwicklung. Ich war leidenschaftlicher Anwender des Urvaters aller Pads, des Nokia n800 und verfolge den Markt seither aufmerksam. Hier entsteht ein riesiger Anwendungsbereich für die individuelle Ausgabe von Bildern auf den verschiedensten Endgeräten, zur Laufzeit, in Echtzeit.

Redaktion: So wie Sie das beschreiben, ist das eigentlich die Single-Source-Idee.

Kai Strieder: Ganz genau.

Redaktion: Was haben wir vergessen zu fragen?

Kai Strieder: Ich hätte mich über diese Frage gefreut: Was begeistert Sie an Ihrem eigenen Produkt am meisten?
Die kurze Version: Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert. Die lange Version: Unser Ziel für Intermedia Fotoficient war es, schöne, ansehnliche Bildergalerien so einfach in eine unbekannte, fremde Website einzubinden, wie eine Google Map. Das haben wir weit übertroffen: In Intermedia Fotoficient ist ein RIA Framework praktisch gleich mit enthalten, das an vielen Stellen Flash und traditionelle Ansätze im JavaScript Bereich in den Schatten stellt. Für die Integration von Galerien (oder anderen APPs) verfolgen wir hier sehr erfolgreich einen Zero-Configuration-Ansatz. Für uns allein hat sich damit der Aufwand für Democases bei Kunden auf einen Bruchteil reduziert.
Und das macht richtig Spaß.

Artikel DOK.Magazin

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Ein Plan der funktioniert ....

Gutes Interview, Kai Strieder bringt es mal wieder auf den Punkt!

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