Pixelboxx-News
Montag, 16. November 2009

Pixelboxx Entwickler Eberhard Schulte im Gespräch

Pixelboxx Entwickler

Eberhard Schulte, einer der Kern-Entwickler der Pixelboxx GmbH, macht sich nicht nur Gedanken zum Thema Media Asset Management.

Redaktion: Wie bist Du zu Pixelboxx gelangt und wie lange bist Du schon dabei?

Eberhard Schulte: Das Thema digitale Bilder fand ich schon immer spannend. 1998 hatte ich die Möglichkeit bei der NADS GmbH als Software-Entwickler anzufangen. Die NADS hatte gerade damit begonnen die Pixelboxx zu entwickeln. Später wechselte ich dann in die neu gegründete Pixelboxx GmbH. Ich bin somit ein Pixelboxx-Entwickler der ersten Stunde.

Red.: Wie ist dein offizieller Jobtitel und was machst Du genau an deinem Arbeitsplatz?

Schulte: Auf meiner Visitenkarte steht "Senior Software Engineer", aber die Jobtitel sind in der IT-Branche erklärungsbedürftig.

Meine Haupttätigkeiten umfassen die folgenden Punkte:
- Konzeptionierung von Migration und Integration
- Konzeptionierung von Pixelboxx-Modulen
- Unterstützung des Produkt-/Projektmanagement bei der Konzeptionierung
- Evaluierung von neuen Techniken API's usw.
- Entwicklung
- 3rd-Level-Support
- Interne Schulung

Red.: Was bedeutet für Dich Media Asset Management mit Pixelboxx?

Schulte: Ich denke, dass Media Asset Management (MAM) ein wichtiges Thema für Unternehmen ist.
In Kunden-Projekten arbeite ich sehr oft an der Migration von vorhandenen Daten und Bildern. Gerade dann, wenn man diese Daten in ein MAM als zentrales Bildverwaltungsprogramm importieren möchte, fällt erst auf, wo überall Bilder liegen und was für eine Qualität die Bilder überhaupt haben.
Mal findet man die Bilder auf dem lokalen NAS, auf CD's, bei einer Agentur, bei der Druckerei oder bei Herrn Müller weil er schon die Bedeutung von redundanzfreier zentraler Datenhaltung verstanden hat.
Ein MAM muss in der Regel integriert werden. Bilder haben in der Regel eine Beziehung zu einem Prozess wie z. B. Katalogerstellung. Dieser Prozess liefert weitere Daten oder das MAM liefert Daten für diesen Prozess.

Red.: Welche Bedeutung haben Bilder für ein Unternehmen?

Schulte: Unternehmen haben viel Geld in die Produktion ihrer digitalen Daten und Bilder gesteckt, das muss sich rentieren. Das bedeutet in erster Linie, dass diese Bilder auch genutzt werden müssen. Durch ein MAM hat der Kunde die Möglichkeit, seine Fotos oder Grafiken verschiedenen Nutzergruppen zugänglich zu machen.

Red.: In welche Tätigkeit, in welches Projekt steckst Du momentan die meiste Energie?

Schulte: Aktuell bin ich in Projekten für Metro, Mediamarkt und Saturn eingespannt. Hierbei handelt es sich auch um Integrationen von anderen Systemen in die Pixelboxx und die Migration von vorhandenen Systemen in das MAM.

Red.: Du hast ja zumeist keinen direkten Kundenkontakt, sondern arbeitest im Hintergrund, richtig? Machst Du dir Gedanken um die Kunden und deren Bedürfnisse?

Schulte: Selbstverständlich! Als Entwickler muß man nicht nur eine Programmiersprache beherrschen, sondern man muss auf jeden Fall wissen, was der Kunde mit der Pixelboxx macht. Wie will er mit dem MAM arbeiten? Welche Aufgabe hat das MAM in Kundenprozessen? Wenn man die Wünsche und Anforderungen an ein MAM nicht kennt, fällt es schwer, etwas für den Kunden zu entwickeln.

Red.: Gibt es auch einen kreativen Aspekt an deiner Tätigkeit, den manche Kunden vielleicht gar nicht sehen?

Schulte: Der Kunde sieht ja nur die Außenwirkung einer Software. Sie sehen nur die Oberfläche auf der sie "Klicken" können.

Bei der Pixelboxx steckt die meiste Kreativität "unter der Haube" und umfasst solche Punkte wie:
- Design von Datenstrukturen
- Performate Datenverarbeitung
- Ressourcenschonende Datenverarbeitung
- Optimierung von vorhandenem Code

Red.: Wie schafft ihr es bei 1,6 Millionen Programmzeilen etwas Ordnung im Pixelboxx-Quellcode zu halten?

Schulte: Der Pixelboxx-Code ist in einzelne Module aufgeteilt. Es gibt Module für z. B. Suche, OR-Mapper, Hotfolder usw., aber auch die Entwicklungen für Kunden sind in Module aufgeteilt, so dass wir eine Trennung zwischen den einzelnen Kunden bzw. Projekten machen.

Red.: Wie wird Qualitätssicherung betrieben?

Schulte: Neben einem manuellen Test der einzelnen Module findet mehrmals täglich ein automatischer Unit-Test statt.

Red.: Die Pixelboxx ist jetzt über 10 Jahre alt. Wie werden neue Technologien eingesetzt?

Schulte: Neue Technologien werden da eingesetzt wo es sinnvoll erscheint. Am häufigsten werden solche Technologien an den Außenschnittstellen der Pixelboxx eingesetzt.

Red.: Was wolltest Du schon immer mit Pixelboxx machen, bzw. für Pixelboxx entwickeln?

Schulte: Eine hübsche Web 2.0 Oberfläche :)

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